Ela fragt die Besten… Andy Vorbuschs liebste Bitterschokolade

Wooooowwwww – heute geht es endlich los! In der neuen Kategorie „ELA FRAGT DIE BESTEN“, werde ich Top-Patissiers, Sterne-Köche und Sommeliers, Feinkostexperten und Foodscouts nach ihren Lieblingsproduken fragen. Denn, ohne gute Ware, kein gutes Essen. Heute stellt Spitzen-Patissier Andy Vorbusch seine liebste Bitterschokolade vor! – Beni Wild Harvest 66% von Original Beans!

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Die Idee: Je besser die Zutaten, desto beser das Essen. Und: Desto besser die Zutaten, desto weniger muss man tun, um ein umwerfend leckeres, pures Endprodukt zu erhalten. Diese Sätze mögen banal klingen, einfach und vielleicht abgedroschen. Sie sind und bleiben aber die Essenz guter Küche. Und weil das so ist, werden an dieser Stelle die Leute zu Wort kommen, die sich wirklich auskennen. Spitzen-Patissier Andy Vorbusch zum Beispiel. Der war nicht nur 6 Jahre Chef-Patissier bei Joachim Wissler, sondern hat auch die deutsche Patisserie maßgeblich beeinflusst. Heute betreibt er seine eigene Patisserie & Kafferösterei „SÖÖT“ in Düsseldorf.

Ich hatte das Glück Andy zum ersten Mal für den Welt am Sonntag-Artikel „Die Praline lebt“ zu treffen. Das war 2011 im Vendôme. Die Pralinen, die Andy mir damals vorstellte waren unglaublich weit weg von dem, was ich bislang an Schokoladenkunst probiert hatte. Sie waren extrem lecker, klein und leicht, hocharomatisch und absolut ehrlich. Ehrlich im Sinne von „voller bester Zutaten“. Umso gespannter war ich auf Andys Schokoladenempfehlung! …

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…Ela: Welche Schokolade ist Deine liebste Bitterschokolade und warum?

Andy Vorbusch: Die für mich momentan beste Kuvertüre ist die Beni Wild Harvest 66% von Original Beans. Original Beans hat es geschaft, meine Begeisterung für Schokolade neu zu entfachen. Original Beans steckt soviel Wisen und Sorgfalt in das Produkt Kakao und in die Verarbeitung, dass mich das geschmackliche Gesamtbild sehr überascht hat.

Ela: Was hat die Original Beans, was andere Schokoladen nicht haben?

Andy Vorbusch: Bis ich die Original Beans entdeckte, kannte ich die gängigen Kuvertüren für den Patisseriebereich, wovon viele für meinen Geschmack oft zu bitter oder säurebetont waren. Die erste Original Beans Kuvertüre, die ich zum Verkosten bekommen habe, war die Benni Wild Harvest 66%. Sie hat einen Charakter, der nie zu aufdringlich erscheint, sehr ausgewogen in Säure und Bittertönen ist.

Ela: Wofür verwendest du diese Schokolade in deiner Patisserie?

Andy Vorbusch: Aus meiner Sicht ist die Benni Wild Harvest 66% eine sehr gute Alround-Kuvertüre, die sich durch ihre geschmacklichen Eigenschaften zu vielerlei Paarungen verwenden läst. Das wiederum ist etwas, was für mich eine gute Kuvertüre ausmacht.

Ela: Vielen herzlichen Dank!… Übrigens: Die Tipps für weiße Schokolade und Vollmilchschoko werden von zwei weiteren Spitzen-Patissiers kommen: Matthias Ludwigs und Leif Besselmann!

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Zur Person: Andy Vorbusch wurde 1977 in Hamburg geboren, lernte Koch und spezialisierte sich auf die Patissierie. Er arbeitete bei Cornelia Poletto, unter Spitzen-Patissier Stefan Franz im Süllberg, im Gourmetrestaurant Schlossberg mit Christian Bau und im Waldhotel Sonnora. Andy Vorbusch war insgesamt 6 Jahre Chef-Patissier im 3-Sterne-Restaurant Vendôme in Bergisch Gladbach. Heute führt er seine eigene Patisserie & Kaffeerösterei „SÖÖT“ in Düsseldorf.

Der Aral Schlemmeratlas kührte Andy Vorbusch 2007 zum “Patissier des Jahres”. 2011wählte ihn die FAZ zum „Liebling des Jahres“. Andy Vorbuschs Kreationen prägten die deutsche Patisserie.  Heute ist er unter anderem Jurymitglied beim Nachwuchs-Wettbewerb Patissier des Jahres.

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Noch ein paar Worte von mir zur Schokolade von Original Beans: Wie ihr auf den Fotos seht, ist diese hochgelobte und preisgekrönte Schokolade nicht nur geschmacklich ganz großes Kino, sondern auch optisch. Was aber viel wichtiger ist, hinter diese Schokolade steckt eine großartige Idee. Die Macher von Original Beans wollen Schokolade nachhaltig, sauber und fair produzieren – das zumindest versichert die Firma mit Sitz in Amsterdam. Natur und Tierwelt der Anbaugebiete sollen durch nachhaltige Wirtschaftsweise geschützt werden. Kleinbauern sollen die von Original Beans wiederentdeckten Kakaosorten kultivieren und sich auf diese Weise ein gesichertes Einkommen schaffen.

Ganz im Sinne der oben erwähnten Formel „beste Zutaten = bestes Produkt“, scheint Original Beans in erster Linie auf die Güte und den puren Geschmack des Ursprungsproduktes, der Kakaobohnen, zu setzen. Ein Großteil der Energie scheint in deren Anbau zu fließen. Diese Ursprungskakaosorten sollen während der Prodktion (die laut Packung in der Schweiz stattfindet) möglichst wenig verfälscht werden. Konsequenterweise verzichtet man auf Aromen und andere Zusätze. Insgesamt scheint Original Beans ein Konzept zu verfolgen, das fast zu gut für diese Welt erscheint. Hoffen wir mal, dass es sich durchsetzt. (P.S.: Alle Infos, die ich im letzten Teil des Textes zu Original Beans zusammen getragen habe, stammen von der Webseite des Unternehmens und konnten von mir nicht im Sinne einer Recherche vor Ort geprüft werden.)

Wie geht´s hier weiter?Beim nächsten Mal verrät Patissier Leif Besselmann seine liebste Weiße Schokolade.

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5 Gedanken zu „Ela fragt die Besten… Andy Vorbuschs liebste Bitterschokolade

  1. Juliane

    Eine tolle neue Reihe! Original Beans kannte ich noch gar nicht – danke für den Hinweis darauf. Ich freue mich jetzt schon auf die weiteren Beiträge!
    Viele Grüße und schöner Tag noch,
    Juliane

    Antworten
    1. admin Artikelautor

      Liebe Juliane, vielen Dank! Freu mich, dass du die Reihe magst! Ich muss gestehen, an mir waren die Original Beans auch vorbeigegangen… Asche auf mein Haupt!

      Antworten
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